Grußworte
Bischof Ivo Muser

 P. Peter Rigler wollte als Christ, Priester und Ordensmann den Menschen seiner Zeit „das Evangelium ins Herz legen“.

Seine Gottverbundenheit gab ihm die Kraft, darauf zu vertrauen, dass Gott alles zum Guten führen wird. Diese Zuversicht brauchen wir auch in unserer gegenwärtigen Kirchensituation.

Er gab jungen Menschen, die sich für den Weg als Priester und Ordensleute entschieden haben, das geistige Rüstzeug mit: Bibelkenntnis, die Begeisterung für die Liturgie, die Freude an der kirchlichen Gemeinschaft. Geistliche Berufungen brauchen wir auch heute.

Er hat schon als Student, die Exerzitien für sich entdeckt. Wir brauchen heute mehr Stille und die Einübung in die Haltung des Hörens. Wir brauchen Menschen, die solche Zeiten der Stille, des Innehaltens und der Gott - Suche gut begleiten können.

Für ihn war der Deutsche Orden das „Haus und Hospital Mariens“. Wir brauchen Einrichtungen der Pflege und Fürsorge, die dem Geist des Evangeliums Raum geben. Das Leben des Menschen ist heilig. Das Sein ist wichtiger als das Haben, das Leisten und das Tun.

Auch für uns heute bleibt wichtig: „Dem Willen Gottes nachzuspüren, ist die einzige Quelle alles Guten“.

Möge P. Peter Rigler vielen helfen, in den Spiegel des Evangeliums zu schauen.

Hochmeister Frank Bayard

Ich freue mich sehr über das Interesse am Diener Gottes Peter Rigler. Der Deutsche Orden bewahrt dankbar die Erinnerung an diese große Persönlichkeit. Sein Leben und sein Wirken waren getragen von einem tiefen Glauben, einer unerschütterlichen Hoffnung und einer Liebe, die sich vorbehaltlos den Menschen zuwandte – besonders den Schwachen, Suchenden und Leidenden. In seinem hingebungsvollen Dienst leuchtet jene stille, kraftvolle Heiligkeit, die das Evangelium im Alltag erfahrbar macht. Nicht ohne Grund bezeichnete ihn Papst Gregor XVI. als „Engel von Tirol“.

Ohne das Wirken Peter Riglers hätte der Orden manche Herausforderungen der Geschichte wohl nicht überstanden. Als Pädagoge, Erzieher und geistlicher Vater der Schwestern, deren Gründung ohne ihn nicht denkbar wäre, prägte er nachhaltig das geistliche Leben wie auch die Ausbildung in den Priesterkonventen des Deutschen Ordens. Damit legte er die Grundlage für das segensreiche Wirken vieler Brüder und Schwestern – und auch für die spätere Neuordnung des Ordens als klerikaler Orden im Jahr 1929. Riglers Schriften, Predigten und Exerzitientexte zeugen nicht nur von seiner umfassenden Bildung, sondern vor allem auch von seiner tiefen Frömmigkeit. Auch wenn sie in der Sprache des 19. Jahrhunderts verfasst sind, öffnen sie noch heute vielen Menschen einen Weg zu Gott.

In Peter Rigler begegnet uns ein Wegbegleiter, der uns Mut schenkt:

Mut, aus dem Glauben zu leben;

Mut, Christus in allen Dingen den ersten Platz zu geben;

Mut, sich für das Gute einzusetzen, auch wenn es Kraft kostet.

So wie er sich hoffnungsvoll der Führung Gottes anvertraut hat, so wollen auch wir hoffnungsvoll in seinen Spuren gehen und in unseren Gebeten seine baldige Seligsprechung erbitten. Ich bin dankbar, dass sein geistliches Erbe uns allen zugänglich ist. Aus ihm schöpfen wir Kraft und Vertrauen, aber auch Ermutigung für die Zukunft.

Mit den besten Grüßen und Segenswünschen

+ Frank Bayard

66. Hochmeister des Deutschen Ordens

Postulator P. Ewald Volgger

Seit 2023 begleite ich im Auftrag des Ordens und der Diözese Bozen-Brixen den Seligsprechungsprozess am römischen Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungen. Die Kongresse für die Weiterbildung der Postulatoren helfen, besser zu verstehen und beschreiben zu können, welche Qualitäten eine heiligmäßige Persönlichkeit prägt und welche Hilfestellungen im Leben aus dem Glauben erwartet werden dürfen.

Je länger ich mich mit Peter Rigler beschäftige, um so mehr hilft er mir zunächst selbst, eine Spiritualität zu gestalten, die mich näher zu Christus führt und dem Leben in Christus entspricht. Besonders motiviert mich sein Bericht über die frühmorgendliche Gebetsstunde, in der er mit dem Auferstandenen verweilt und Erkenntnis und Kraft sucht. Sein Gottvertrauen und sein ständiger Blick auf den Herrn in allem, was er tut und vermittelt, ist ein weiterer Zug Peter Riglers, der mein eigenes Leben mit dem Jesu Christi in Verbindung setzt. Als Freund des Herrn war es ihm ein Anliegen, wohlwollend zu sein und geduldig im Ertragen dem Nächsten wohl zu tun, was aufbaut und hilft. Daher stellt er auch den barmherzigen Samariter vor Augen, wenn er vom Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe spricht. Helfen und heilen, aufrichten und Sorge tragen füreinander sind Eckpfeiler tragfähigen Lebens in Gemeinschaft.

Meine Aufgabe ist es, die Positio zu erstellen. Es ist die Darstellung des tugendhaften Lebens in Christus, das sich aus den Lebensberichten und seinen Schriften erkunden lässt. Dazu kommen die Gebetserhörungen als wesentliche Begründung einer Seligsprechung.

Mit der Diözese Bozen-Brixen und meiner Ordensgemeinschaft in Verbundenheit mit allen Menschen, die Peter Rigler in ihren Sorgen und Nöten anrufen und sich ihm verbunden fühlen, hoffe ich sehr, dass wir diesen Prozess der Kanonisation positiv abschließen können.

Univ.-Prof. Dr. Ewald Volgger OT

Postulator

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