Pädagogik

Peter Rigler wurde als junger Priester in die pädagogische Aufgabe der Priesterbildung gerufen. Schon bald erkannte er die Not der Kinder und Jugendlichen, die keine bzw. zu wenig schulische Ausbildung erfuhren. Daher gründete er Konvikte für Knaben aber auch Einrichtungen für Mädchen, um ihnen in gleicher Weise eine schulische Bildung ermöglichen zu können.

Für die Einrichtungen schrieb Rigler Erziehungsrichtlinien,  vor allem in den Knabenkonvikten widmete er sich auch selbst der Erziehertätigkeit. Er schulte die mit der pädagogischen Aufgabe betrauten Personen und unterwies die Eltern der Kinder in den Werten des Evangeliums.

Als Lehrer der Pastoraltheologie verfasste er auch katechetische Lehrschriften, die im Archiv des Priesterkonventes in Lana aufbewahrt werden. Der Franziskanerpater und Professor em. der Katechese in Trient Matteo Giuliani hat Werk und Wirken Peter Riglers studiert und kommt zum Schluss: „Rigler può essere senza dubbio riconosciuto come il più importante catecheta della diocesi di Trento. La sua corporosa opera a stampa su catechetica e didattica ci ha consegnato una riflessione fondamentale completa sulla catechesi ecclesiale e l’insegnamento a scuola. – Rigler kann ohne Zweifel als der wichtigste Katechet der Diözese Trient anerkannt werden. Sein umfangreiches gedrucktes Werk zu Katechetik und Didaktik hat uns eine umfassende und grundlegende Reflexion über die kirchliche Katechese und den Unterricht in der Schule hinterlassen.“ (Catechesi e catechismi, S. 676)

 

Keine Gewalt in der Erziehung

Im X. Kapitel der Regeln für die Schwestern mahnt Peter Rigler, in der Erziehung der Kinder durch das Vorbild zu überzeugen und nicht Gewalt anzuwenden. Dies ist für seine Zeit besonders bemerkenswert. Er streicht in den Regeln für die pädagogisch tätigen Schwestern und in den Satzungen für Knabenkonvikte die Passagen, die ansonsten zur legitimen Gewaltanwendung führten, etwa die Züchtigung, das Schlagen ins Gesicht und auf den Kopf sowie andere würdemissachtende und verletzende Methoden. „Von der Rute will ich nicht sprechen“, sagt er in der Regelerklärung, „damit sie nicht verwendet wird.“ Vielmehr sollten Bildungspersönlichkeiten die Kinder im Auge haben, wie „der göttliche Lehrmeister bei allem uns Menschen im Auge und Herzen hatte.“

Mit dieser Haltung und der Bereitschaft, diese auch als verbindliche Maßgabe in den ihm anvertrauten Bereichen umzusetzen, war Peter Rigler seiner Zeit weit voraus. Er  kann deshalb heute berechtigterweise als Helfer gegen Missbrauch und Gewalt in allen Formen angerufen werden. Freundlichkeit und Geduld sollten die Tugenden von pädagogisch engagierten Menschen sein.

 

Transkribierte Schriften von Peter Rigler zur Katechetik und zu katechetischer Kirchlichkeit

I.     Das Prinzip der christ-katholischen Katechetik, lebendig in der Güte, Treue und Klugheit des Katecheten, S. 62–64;

0.    Die beste katechetische Anordnung der chr. Gerechtigkeits-Lehre, S. 65–71;

II.    Festhaltung an die Kirchlichkeit in aller katechetischen Katechismus-Reform, S. 72–79;

III.   Zum eingeführten Katechismus in der Diözese Trient - Geschichte, S. 80–144;

1.    Religions-Unterricht nach dem neuen Lehr-Plane, 145–150;

IV.   Geschichte (und Erklärung) des Diözesan-Katechismus, S. 151–163;

V11. Benutzung des Katechismus für jeden chr. Unterricht, S. 164-169.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Die Informationen zu Ihrem Nutzerverhalten gehen an unsere Partner zum Zwecke der Nutzung für Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die sie unabhängig von unserer Website von Ihnen erhalten oder gesammelt haben. Um diese Cookies zu nutzen, benötigen wir Ihre Einwilligung welche Sie uns mit Klick auf „Alle Cookies akzeptieren“ erteilen. Sie können Ihre erteilte Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 a) DSGVO) jederzeit für die Zukunft widerrufen. Diesen Widerruf können Sie über die „Cookie-Einstellungen“ hier im Tool ausführen.